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Mandolinenorchester Hüls 1922 e.V.
Auf 85 Jahre Vereinsgeschichte blicken die Hülser Mandolinenspieler in diesem Jahr zurück. Hervorgegangen aus dem Hülser Wanderclub erlebte der Verein eine Entwicklung, die von den Vorgängen und Erschütterungen dieses Jahrhunderts stark beeinflusst wurde.
Während die Gründungsmitglieder, die alle aus Hüls stammen, noch mit ihren Instrumenten und kräftigem Gesang spielend durchs Hüls Bruch zogen und ausschließlich volkstümliche Weisen erklingen ließen, erfolgte der Schritt zum Orchester mit regelmäßigen Konzertauftritten erst viele Jahre nach der Vereinsgründung.
Maßgeblichen Anteil daran hatte Gerd Platen, der einige Jahrzehnte die Entwicklung des Orchesters lenkte, indem er einerseits die Ausbildung der Spieler auf ihren Instrumenten in seine Hände nahm, andererseits aber auch die musikalische Leitung des Vereins inne hatte.
Unter den nachfolgenden Dirigenten Hubert Draken und besonders Ludwig Helten erweiterte das Orchester seine musikalischen Intentionen. Neben der Gestaltung volkstümlicher Stücke gewann die Interpretation „klassischer“ Musik aus der Zeit der Renaissance bis zur Modernen immer mehr Raum, wobei durch Hinzuziehen orchesterfremder Soloinstrumente wie Cembalo, Flöte, Geige, Schlagwerk, Klarinette... die klanglichen Möglichkeiten eines Mandolinen-Orchesters erheblich erweitert werden konnten.
Regelmäßig treten die Hülser mit volkstümlichen und klassischen Konzerten auf, spielen zu festlichen Anlässen, nehmen an Wettstreiten mit anderen Orchestern teil, spielen in sozialen Einrichtungen, führen Konzertreisen durch und werden gern als Mitwirkung bei anderen Musikvereinen und Chören zu deren Konzerten engagiert.
Interessierte Mandolinen- oder Gitarrenspieler sind herzlich zum Besuch der Proben eingeladen, die wöchentlich in Hüls im Haus der Musik auf der Konventstrasse 20 montags ab 19:30 Uhr stattfinden.
In diesem Jahr hat der musikalische Leiter Ludwig Helten, der das Orchester dreißig Jahre leitete, das Dirigat an Marijke Wiesenekker weitergegeben. Ludwig Helten hat mit seinem großen musikalischen und musikpädagogischen Wissen und Können das Orchester zu einem beachtlichen Zupforchester wachsen lassen. Viele Werke aus allen Musikepochen hat er mit ihm einstudiert, eigene Kompositionen konnte er mit ihm bekannt machen, eine Anzahl Werke anderer Komponisten hat er für das Zupforchester bearbeitet, hervorragende Solisten bvezog er in die Arbeit ein. Ihm lag stets daran, unser Orchester auch an nicht übliche Zupfmusik heranzuführen und besondere musikalische Ideen zu verwirklichen. Er hat sich für das Mandolinen-Orchester verdient gemacht.
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